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Blog · 2026-08-11

Ist meine Lovable-App DSGVO-konform? Die 15-Punkte-Checkliste

By the howsafeismyapp team

Die App steht nach einem Nachmittag mit Lovable, die ersten Nutzer melden sich an — und dann fragt jemand: „Ist das eigentlich DSGVO-konform?" Gute Frage. Hier ist die Checkliste, die unser Scanner bei jeder App durchgeht; jeder Punkt verlinkt eine Klartext-Erklärung mit Fix. (Praktische Orientierung, keine Rechtsberatung.)

Die zwei Funde, die wirklich weh tun

1. Die Datenbank ist ohne Login lesbar. Lovable-Apps nutzen meist Supabase, und der Browser spricht direkt mit der Datenbank-API. Ohne konfigurierte Row Level Security kann jeder mit Ihrer Projekt-URL die Nutzertabelle lesen — kein Passwort nötig. Das ist der schwerwiegendste Fund in der Praxis und ab echten Nutzerdaten ein meldepflichtiges Thema (Art. 32/33 DSGVO). Was es bedeutet und wie Sie es beheben →

2. Ein Admin-Schlüssel im Frontend-Code. Der anon-Key gehört in den Browser, der service_role-Key niemals. KI-Builder erwischen gelegentlich den falschen — und dann hat jeder Fremde Vollzugriff. Selbst prüfen →

Die Einwilligungs-Fallen

Die häufigsten Abmahn- und Bußgeldthemen für kleine Anbieter sind keine Hacker — es ist Tracking vor der Einwilligung (§ 25 TDDDG):

  • Tracking lädt, bevor jemand einwilligen konnte. Feuert Google Analytics oder ein Meta-Pixel beim Seitenaufruf, hilft auch das schönste Cookie-Banner darunter nichts — die Anfrage ist schon raus. Details →
  • Tracking-Cookies ohne Einwilligung — gleiche Norm, anderes Symptom. Details →
  • Google Fonts direkt von Google. Das LG München I hat 2022 Schadensersatz zugesprochen, weil Besucher-IPs an Google flossen; die Abmahnwelle danach traf gezielt kleine Seiten. Selbst hosten dauert 15 Minuten: deutsche Anleitung →, Sofort-Check →

Ob Sie überhaupt ein Banner brauchen, hängt allein davon ab, ob Sie einwilligungspflichtige Dienste einsetzen — ein Tool ohne Tracker braucht keins: Analytics ohne Banner →

Die Pflichtangaben, die Deutschland tatsächlich durchsetzt

  • Impressum. Bei geschäftsmäßigen Angeboten verlangt § 5 DDG eines — und ein fehlendes Impressum ist der am leichtesten meldbare Fund überhaupt. Details → · Impressum-Check →
  • Datenschutzerklärung. Art. 13 DSGVO verlangt sie, sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten — ein Anmeldeformular reicht. Details →

Die technische Hygiene-Schicht

Art. 32 DSGVO („geeignete technische Maßnahmen") plus Standard-Security-Header — einzeln klein, zusammen das Erste, worauf ein professioneller Blick fällt:

Der Punkt, den alle vergessen

Barrierefreiheit (BFSG). Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele verbraucherorientierte digitale Angebote — fehlende Alt-Texte, keine Tastaturbedienung, schwache Kontraste sind jetzt Compliance-Themen. Details →

Sinnvolle Reihenfolge

  1. Heute: offene Datenbank, exponierte Schlüssel — das sind wartende Datenpannen.
  2. Diese Woche: Tracker entfernen oder sauber gaten, Fonts selbst hosten.
  3. Vor der Bewerbung der App: Impressum, Datenschutzerklärung.
  4. Nächster ruhiger Nachmittag: Header, Source Maps, Barrierefreiheits-Basics.

Häufige Fragen

Ich sitze nicht in Deutschland — gilt das trotzdem?

Die DSGVO knüpft an die Nutzer an (Art. 3 Abs. 2): Wer Menschen in der EU adressiert, ist erfasst — unabhängig vom eigenen Sitz. Die Impressumspflicht zielt auf Angebote für den deutschen Markt.

Reicht die Checkliste, oder brauche ich einen Anwalt?

Die Checkliste deckt die sichtbaren, technischen und formalen Basics — das, was Scanner, Wettbewerber und Abmahner zuerst sehen. Für Vertragswerke (AVV, AGB) und Grenzfälle bleibt anwaltliche Beratung der richtige Weg; unser Report ist dafür die Arbeitsgrundlage.

Wie prüfe ich das alles am schnellsten?

Passiv von außen — so wie es jeder Besucher-Browser sieht. Unser kostenloser Check läuft alle 15 Punkte in etwa einer Minute durch: ohne Login, ohne Installation, ohne Speicherung.

Check your app against all of this — free

passive · no login · we store nothing

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